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Das Massaker von Ingelheim

Eine Schiller-Revue

Was haben tausend Tonnen verbrennendes Obst in einer rheinhessischen Kleinstadt mit Friedrich Schiller zu tun?
Mit tausend Gedichten Schillers zogen wir eines Abends aus, ein ernsthaftes Programm zur Ehrung des größten deutschen Dichters zu erschaffen. Keine zehn Schillergedichte später umschloss uns schaurige Dämmerung.
Dichter Schlachtqualm verdunkelte die Luft, während sich, begleitet von wohlklingender Musik, apokalyptische Gesänge in unsere Ohren bohrten. Die meisterhaft gereimten Verse schienen einem halbwüchsigen Horror-Schreiber entsprungen. Wohin unsere Füße traten: Berge von Leichen.
Im Morgengrauen war es vollbracht! Wir hatten des Dichters Teufelsküche überlebt, und die Schiller-Ehrung war wie von selbst entstanden.
Doch ist unser Friedrich S. nicht so sehr der Schöpfer der Räuber, der Wallenstein-Trilogie, sondern vielmehr ein junger Mann, der weder mit der Brutalität seiner Umgebung noch mit der eigenen Gefühlswelt zurechtkommt. Seine Not lässt ihn in eine martialische, sinnenfeindliche Welt flüchten, in welcher selbst ein Liebesidyll zur Schauergeschichte wird.
Bei uns erklingen seine – wie wir meinen – zu Unrecht vernachlässigten Werke. Zusammen mit Dichtungen seiner minder talentierten Vorläufer sowie Nachahmer gehören sie zu den schönsten Blüten des deutschen Dichtergartens.
Und was hat Schiller nun mit den verbrannten Äpfeln aus Rheinhessen zu tun? Die Antwort erfahren Sie nur bei uns, in der einzigartigen Schiller-Revue des LNT.


Technische Erfordernisse:

  • Stromversorgung 220V
  • Lichtanlage wäre vorteilhaft
  • Bühnengröße mindestens 3x5 m

Dauer: ca. 80 min

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